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Kondolenz Tipps

Kondolenz schreiben

TIEF BERÜHRT DRÜCKE ICH IHNEN MEIN BEILEID AUS...

 

Es ist schwer die richtigen Worte zu finden, wenn sich ein Mensch, der uns im Leben lange oder auch nur kurz begleitet hat, von uns verabschiedet. Dennoch bleiben Spuren im Herzen und in der Erinnerung, die warmen Gedanken an die gemainsamen schönen Zeiten und an alles was uns im Leben verbunden hat. Die persönlichen, aufbauenden Worte, die wir an die Hinterbliebenen richten, können in dieser schmerzvollen Zeit eine große Stütze sein. Aber Trost zu spenden ist keine leichte Aufgabe und fällt vielen schwer. Wem es zu schwierig erscheint, sein Beileid persönlich auszusprechen, kann sein Mitgefühl auch durch einen Brief ausdrücken. Das Wichtigste bleibt jedoch, seine Anteilnahme rechtzeitig zu übermitteln. Dies sollte innerhalb einer Woche ab dem Zeitpunkt der Benachrichtigung geschehen.

 

Kondolenz-Tipps

 

Der Tod eines Familienmitgliedes oder Freundes ist für die Angehörigen stets ein großer Verlust und ein einschneidendes Ereignis.

Außer dem persönlichen Beistand ist die Kondolenz- oder Trauerkarte eines der wichtigsten Mittel, um Trost zu spenden und den Verstorbenen in würdevoller Erinnerung zu behalten.

Gerade beim Schreiben einer Trauerkarte wird man aber häufig von seinen Gefühlen übermannt und es fällt einem schwer, die richtigen Worte zu finden.

Das liegt auch an der Tabuisierung des Themas in unserer Gesellschaft, weshalb den meisten von uns nicht beigebracht wurde, wie man mit dem Tod umgeht.

Im folgenden Abschnitt finden Sie daher passend zu den auf dieser Seite angebotenen Trauerbriefen- und Trauerkarten-Designs einige wichtige Tipps und Anregungen, um diese erste Blockade zu durchbrechen.

 

Der richtige Zeitpunkt

 

Ein Kondolenzschreiben sollte die Betroffenen so schnell wie möglich erreichen, spätestens zwei Wochen, nach dem Tod des Angehörigen.

Zu spät abgeschickte Kondolenzschreiben könnten fälschlicherweise Gleichgültigkeit vermitteln.

Natürlich gibt es Situationen, auf Grund derer sich ein verspätetes Abschicken nicht vermeiden lässt, z.B. wenn Sie im Ausland waren oder erst spät vom Tod einer Person erfahren haben.

Dann sollten Sie dies unbedingt in Ihrem Schreiben erwähnen.

 

Vermeiden Sie Melodramatik oder Floskeln

 

Kondolenzschreiben behandeln einen ohnehin schon sehr traurigen Anlass.

Eine wichtige Eigenschaft, die sie haben sollten, ist die Betroffenen aufzubauen.

Theatralik hingegen könnte die Angehörigen in noch größere Trauer stürzen und auch übertrieben und damit unaufrichtig klingen.

Formulierungen wie:

Die kalte Hand des Todes hat ihn viel zu rasch von uns gerissen.“

oder

Dieser Verlust ist für Sie/euch bestimmt schrecklich und deprimierend.“

sind daher ein absolutes No-Go.

Besser wäre hier zum Beispiel:

Ich wünsche Ihnen viel Kraft, Ihre Trauer zu verarbeiten.“

oder

Die Nachricht vom Tod Ihres Bruders hat uns sehr bewegt und wir hoffen, Ihnen über diese schwere Zeit hinweghelfen zu können.“

Diese Formulierungen spenden Trost und ermöglichen den Blick in die Zukunft. Sie geben den Betroffenen das Gefühl, mit ihrer Trauer nicht alleingelassen zu werden.

Wichtig sind also Anteilnahme und auch das Angebot der Hilfe bei der Trauerbewältigung.

Aber Achtung!

Es besteht schnell die Gefahr, in leere Floskeln abzurutschen.

Daher ist auch der nächste Punkt auf dieser Liste wichtig:

 

Die persönliche Note

 

Dieser Punkt gewinnt an Bedeutung, je besser Sie die verstorbene Person kannten.

Natürlich sollte jede Beileidsbekundung keine Aneinanderreihung von Klischees sein.

Bei Personen aus Ihrem persönlichen Umfeld sind jedoch die Möglichkeiten der individuellen Anteilnahme wesentlich vielseitiger.

Zunächst einmal ist es sehr wichtig, dass Sie den Angehörigen tatsächlich etwas handfestes schicken.

Damit ist gemeint, dass elektronische Formate wie die Email in diesem Fall eher ungeeignet sind, weil sie weniger persönlich wirken, als ein Brief.

Am besten ist es, einen Text vorzubereiten und diesen dann handschriftlich auf die Trauerkarte zu übertragen oder das Schriftbild individuell zu gestalten bzw. gestalten zu lassen.

Inhaltlich sollte es darum gehen, den Verstorbenen so gut wie möglich in Erinnerung zu behalten.

Teilen Sie ihre Gefühle und gemeinsamen Erlebnisse mit dem Verstorbenen mit den Angehörigen, die Ihnen am meisten bedeutet haben,

z.B.

Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich zum Berufseinstieg Probleme hatte, mich in diese große Firma einzufügen und er der erste war, der mir geholfen hat, Kontakt zu meinen Mitarbeitern aufzubauen.

Diese Art der Warmherzigkeit und Hilfsbereitschaft hat er sich bis zuletzt bewahrt.“

 

Heben Sie wie im Beispiel auch die positiven Eigenschaften des Toten heraus, um ihn/sie zu würdigen.

Hierbei ist auch wichtig, dies dezent zu tun und nicht in übertriebene Lobhudelei zu verfallen.

Daher ist es hilfreich, auch hier eine möglichst persönliche Perspektive einzunehmen und das Lob mit gemeinsam durchlebten Erfahrungen zu verbinden.

 

Ein wichtiger Aspekt, bei dem man schnell ins Fettnäpfchen treten kann, ist noch das Verwenden von Sprüchen/Zitaten/Gedichten usw. berühmter Autoren.

Von einer zusammenhanglosen Verwendung dieser Mittel ist abzuraten, da auch hier wieder die Gefahr des floskelhaften besteht.

Man sollte grundsätzlich nur hierauf zurückgreifen, wenn bekannt ist, dass die Angehörigen ein derartiges literarisches Interesse teilen, es einen bestimmten Autoren bzw. ein bestimmtes Werk gibt, das der Verstorbene sehr mochte oder es sich um eine bekannte Anspielung auf ein Ereignis im Leben des Betroffenen oder eine seiner Eigenschaften handelt, die ohne Missverständnisse von den Angehörigen verstanden werden kann.